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Liebster Award #2 | Tag


Vor ein paar Monaten hat mir die liebe Jane von Mademoiselle Cake liest meinen zweiten Liebster Award verliehen, worüber ich mich wieder sehr gefreut habe. Schon allein wegen des Namens und der immer neuen individuellen Fragen bedeutet mir diese 'Auszeichnung' viel. Jane durfte ich im Rahmen der Gastbeiträge etwas besser kennen lernen und kann euch daher nur empfehlen, auch mal ihren Blog anzuschauen. Meinen ersten Award könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Die Award-Regeln


- Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat
- Beantworte die 11 Fragen, die dieser Blogger dir gestellt hat
- Nominiere Blogs, die du interessant findest und die weniger als 200 Follower haben
- Stelle deinen nominierten Blogs deine 11 Fragen

Janes Fragen


Was erhoffst du dir vom Bloggen / von deinem Blog?


Ehrlich gesagt, gar nichts Besonderes. Ich möchte weiterhin Spaß am Bloggen haben, guten Content produzieren, der meine Leser interessiert, und mich mit anderen Buchbegeisterten austauschen. Natürlich hoffe ich auch ein paar Leser mehr hinzugewinnen zu können. Fast jeder bloggt schließlich auch um gelesen zu werden. Aber das ist kein Ziel, das ich aktiv verfolge.

Welche Themen sprechen dich bei Büchern besonders an?

Entweder neue Ideen, über die ich noch nichts gelesen habe, oder Themen, die quasi in meiner "comfort zone" liegen. Dazu gehören Dystopien, Fantasy, Geschichten in anderen Ländern, aber auch Gesellschaftsromane.

Was haben andere Blogs für eine Bedeutung für dich?


Ich glaube nicht, dass ich bloggen würde, wenn es keine anderen Blogs gegben würde. Der Reiz des Ganzen ist es ja gerade sich auszutauschen und zumindest in meinen Kommentaren tummeln sich nur andere Blogger. Außerdem inspirieren sie mich für meinen Blog und natürlich sind sie der größte Buchkaufanstacheler und Wunschlistenbooster den ich kenne.

Wenn du weißt, dass Bilder im Buch sind, schaust du dir diese zuerst an oder wartest du, bis sie beim Lesen kommen?


Teils, teils - um gar nicht reinzuschauen, bin ich für gewöhnlich zu neugierig, aber ein bisschen will ich mir immer noch aufheben. Deswegen blättere ich meistens vorher nur ein bisschen, schaue aber noch nicht alle Bilder an.

Lässt du dich von Hypes anstecken?


Das kommt ganz auf den Hype an. Manche Hypes um Bücher mit Themen, die mich auch so ansprechen würden, stecken mich direkt an. Da macht es mir dann auch mal Spaß den Hype ein bisschen voranzutreiben und wenn das Buch mir dann auch gefällt, freue ich mich, dass ich es mit so vielen anderen feiern kann. Andere Hypes, um Bücher, die ich auch so nicht gelesen hätte, wie etwa die "After-Reihe", werde ich nicht nur eines Hypes wegen lesen.

Was für Erfahrungen hast du mit Indie-Autoren gemacht? Achtest du da beim Kauf darauf, wie das Buch publiziert wurde? (ob in Eigenregie oder durch einen Verlag)


Bisher habe ich noch recht wenig Indie-Bücher gelesen. Meist waren es Selfpublishes, die ich mir als E-Book aus einer Laune heruntergeladen habe. Dabei habe ich dann auch nicht mehr darauf geachtet, wie das Buch publiziert wurde, sondern mehr auf das Thema und den Preis. Für ein unbekanntes Indie-Werk ohne Bewertung gibt man halt doch ungerne 10 € aufwärts (für das E-Book) aus. Bei den Geschichten habe ich gemischte Erfahrungen gemacht. Einmal habe ich einen Twilight-Abklatsch hoch zehn erwischt, das war zwar nicht so spannend aber in dem Augenblick irgendwie lustig, auch wenn ich mir die Fortsetzung dann natürlich nicht geholt habe. Meine Erfahrungen waren mehrheitlich aber doch besser und ich habe auch schon ganz gute Autorinnen wie Maya Shepherd und Mona Kasten dabei für mich entdeckt.

Welchen Teil einer Rezension liest du besonders aufmerksam, welchen lässt du vielleicht komplett aus?


Das Fazit lese ich immer am aufmerksamsten und wenn ich einmal nicht so viel Zeit habe, lese ich auch das Fazit zuerst und entscheide dann anhand dessen, ob ich den Rest auch lese. (Ja, ich weiß, böse, böse.) Abschnitte über das Setting und Personen finde ich auch immer sehr interessant, am relevantesten finde ich es aber immer zu wissen, in wie weit die Handlung Längen hat oder fesselnd ist. Bewusst weglassen tu ich meistens eigentlich nur Informationen wie Preis, Seitenanzahl etc.

Hast du einen Lieblingsautor, von dem du die Bücher blind, das heißt, ohne die Inhaltsangabe zu kennen, liest?


Ich würde ihn nicht als meinen alleinigen Lieblingsautor bezeichnen, aber ich würde jedes Buch von Sebastian Fitzek lesen, ganz egal, worum es geht.

Moment, dass nehme ich zurück. Habe gerade mal nachgeschaut, ob ich ein Buch von Fitzek noch nicht gelesen habe und ja - drei Sachbücher. Ich glaube, die würde ich doch nicht automatisch lesen, aber seine Thriller auf jeden Fall schon.

Welches ist dein Lieblingsbuch und was macht es für dich so besonders?


Aaaah, ich kann mich nicht entscheiden. Daher nenne ich heute mal meinen neusten Zuwachs der Lieblingsbücherriege und zwar "Der Name des Windes". Dieses Buch beschreibt so simpel, aber gleichzeitig so wunderschön Gefühle, wie ich es noch nie gelesen habe. Insbesondere die Beziehung der Eltern des Protagonisten Kvothe zueinander hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Außerdem ist Kvothe selbst einmalig, die Geschichte ist spannend über alle 864 Seiten und ihr müsst es einfach lesen!

Was ist dein liebstes Buchutensil?


Einen Buchumschlag habe ich noch nicht. Ich wickele meine Bücher immer in Schals. Meine Lesezeichen sind größtenteils auch sehr unspektakulär, aber mir fällt gerade meine Leselampe ein, die man sich direkt ans Buch stecken kann und dann nicht mehr den halben Raum anleuchten muss, wenn man spät nachts noch lesen will, der Freund aber schon schläft. Die mag ich sehr gerne.

Wenn du ein Buch über dein Leben schreiben ließest, wie würde der Titel lauten?


"The show must go on" vielleicht?

Meine Fragen an euch


1. Was ist für dich dein liebstes Herbstgericht und/oder -getränk?
2. Gibt es einen anderen Blog, der für dich eine Art Vorbild darstellt?
3. Würdest du bei einer Bewerbung (Beruf, Praktikum etc.) angeben, dass du bloggst?
4. Wie würdest du dich selbst beschreiben?
5. Was ist dein liebster Klassiker?
6. Liest du saisonal (also z.B. an Weihnachten Weihnachtsbücher, im Sommer leichte Lektüre etc.)?
7. Um wie viele Bücher ist dein SuB gewachsen seit du bloggst?
8. Was ist dein Lieblingsgeruch?
9. Hast du noch andere 'nerdige' Hobbys außer dem Bloggen?
10. Wie lange würdest du für eine Fortsetzung deines Lieblingsbuchs anstehen?
11.Kennst du ein Geheimrezept gegen Erkältung?

Beantworten dürfen sie
Tanja von "Der Duft von Büchern unf Kaffee" (endlich kann ich mich mal revangieren)
Leni von "Meine Welt voller Welten"
Anna von Bibliobibula
und alle, die Lust auf die Fragen bekommen haben! Hinterlasst mir gerne euren Link in den Kommentaren.


Die Königin der Schatten: verflucht - Erika Johansen | Tearling 2

Tearling 2

Spoilerwarnung: Dieses Buch ist der zweite Band der "Tearling"-Reihe. Die Rezension beinhaltet Spoiler bezüglich des ersten Bands. Bei Interesse gibt er hier auch noch die spoilerfreie Rezension zum ersten Teil.

"Die Notstandsgesetze! Ein hervorragendes Beispiel für kreative Namensgebung! Eine ehrliche Legislative hätte es einfach Kriegsgesetzt genannt und fertig. Vergiss auch nicht, Kelsea, an dem Tag, an dem man das Kriegsrecht einführt, hat man als Regierung verloren." (S. 76) 

Inhalt


Kelsea muss das Beste aus ihrer Lage als Königin eines geschwächten Reiches machen. Der Entschluss, die Lieferungen nach Mortesme einzustellen, könnte Tearling teuer zu stehen bekommen. Die Armee der roten Königin rückt in Richtung der Grenze vor und Kelsea muss sich auch noch mit den Adligen und Geistlichen ihres Reiches herumschlagen. Als wäre das nicht genug, verfällt die junge Königin immer wieder in tranceähnliche Zustände, in denen sie das völlig fremde Leben der jungen Frau Lily verfolgt, die in einem anderen Land unter ganz anderen Problemen leidet.

Meine Meinung


Diesen zweiten Band der "Tearling"-Reihe habe ich mit Freude erwartet, denn "Die Königin der Schatten" war für mich ein großer Glücksgriff in den Weiten der Fantasyliteratur: eine sympathische starke Protagonistin, eine neue kunstvolle Welt, Mysterien und Freundschaft.

In "Die Königin der Schatten: verflucht" ändert sich manches. Kelsea hat mit so schweren Problemen zu kämpfen, dass sie auf der einen Seite pragmatischer wird, auf der anderen Seite aber auf waghalsiger. Sie geht Risiken für ihr Volk und ihre Soldaten ein, um ihren Beschluss, die Mortlieferungen einzustellen, einhalten zu können. All dieser Druck und die Last der Verantwortung oder vielleicht auch Kelseas zwei Saphire ändern unsere Heldin. Aus dem lebensfrohen, schlauen Mädchen, wird eine berechnende, kältere Frau, die sich bemühen muss ihre Wut zurückzuhalten. Gleichzeitig resigniert Kelsea in Ansicht der Überlegenheit der Mortarmee. Das Mädchen Kelsea aus dem ersten Band gefiel mir wesentlich mehr. Dennoch muss ich zugeben, dass diese Entwicklung sehr realistisch ist.

Ganz neu in dieser Geschichte ist der Lilys Handlungsstrang, den Kelsea immer wieder durch traumähnliche Zustände wahrnimmt. Diese Erzählung war sowohl von der Umgebung als auch von der Stimmung gänzlich anders und erinnerte mich an das Setting mancher Dystopien. In einer Fantasygeschichte hätte ich mit solchen Erzählungen nie gerechnet und anfangs war ich etwas negativ überrascht. Nach und nach fand ich mich aber auch in Lilys Welt ein und begann diesen Strang mit Interesse zu verfolgen. Er wurde immer spannender und es wird einiges Hintergrundwissen über die Geschichte Tearlings offenbart.

Dagegen brauchte die Handlung in Tearling etwas Zeit um ins Rollen zu kommen. Gerade gegen Anfang zog sich die Geschichte etwas und auch im Verlauf kam es immer wieder zu kleineren Durststrecken. Insbesondere in Kelseas Vorbereitungen für den Krieg mit Mortesme kommt die Handlung nicht so richtig voran. Im hinteren Teil des Buches passiert dafür sehr viel sehr schnell und letztlich wurde ich wieder wie gefesselt von dieser Geschichte. Das Ende des Buches wurde dann richtig episch und machte mir sehr viel Spaß.

Weniger hartgesottene sollten vielleicht gewarnt werden. Dieses Buch ist zurecht kein Jugendbuch mehr. Der zweite Band ist um einiges gewaltvoller, als das erste Buch es war. Hier wird Folter, Vergewaltigung, die Todesstrafe, und rohe Gewalt zum Inhalt.

Insgesamt hat mir "Die Königin der Schatten: verflucht" nicht mehr ganz so gut gefallen, wie der Vorgängerband. Die Geschichte startete etwas schleppender, das Ende war dafür umso besser. Insgesamt gefällt mir die Reihe aber immernoch sehr und ich hoffe auf einen krönenden Abschlussband.


"Die Königin der Schatten: verflucht" von Erika Johansen
Übersetzt von Sabine Thiele | Originaltitel: "The Invasion oft he Tearling"
Reihe: Tearling Trilogie | Band 1: "Die Königin der Schatten"
Verlag: Heyne | Seiten: 608
ISBN: 978-3-453-31587-7

Was bisher geschah... | Auslosung


Vor ein paar Wochen habe ich ein Gewinnspiel für euch gestartet und heute endlich die zwei Gewinner gezogen. Ich will es auch gar nicht spannend machen, daher hier direkt die zwei glücklichen Gewinnerinnen:

"Daringham Hall" geht an Jane.
"Crown of Midnight" gewinnt Shuting.

Einen herzlichen Glückwunsch an euch beide und vielen Dank an alle anderen Teilnehmer! Es werden bestimmt noch weitere Gewinnspiele kommen, bei denen ihr mehr Glück haben könnt.

Ich schreibe euch zwei direkt im Anschluss eine Nachricht. Antwortet mir doch bitte so schnell, wie möglich damit ich die Bücher direkt auf den Weg bringen kann.

Harry Potter und das verwunschene Kind - Nach J.K.Rowling, John Tiffany & Jack Thorne



Warum dieses Buch kein typischer "Harry Potter" ist


"Harry Potter und das verwunschene Kind" wird als "die achte Geschichte", also als vollwertige Harry Potter Geschichte vermarktet. Aus drei Gründen trifft dieser Titel nicht so ganz zu. Zum einen entstammt die Geschichte nicht Joanne K. Rowlings alleiniger Feder, wie die bekannten sieben "Harry Potter" Geschichten, es wirkten John Tiffany und Jack Thorne mit.

Der zweite Unterschied ist, dass dieses Buch das Skript zum gleichnamigen Theaterstück, also Regieanweisungen und Dialoge enthält und damit nicht in Romanform geschrieben ist. Anfangs irritiert das vielleicht ein bisschen. Man gewöhnt sich aber schnell an diesen Aufbau.

Der dritte Unterschied ist, dass dieses Mal Harrys Sohn Albus Hauptfigur des Geschehens ist. Harry nimmt zwar immer noch eine große Rolle ein, steht aber nicht mehr im Mittelpunkt.

Inhalt


Albus Potter hat es nicht leicht. Er hat einen berühmten Namen und steht damit immer in Harrys Schatten. Er wird von seinen Mitschülern auf Hogwarts grundsätzlich kritisiert, da er ihren Erwartungen an Harry Potters Sohn einfach nicht gerecht werden kann. Albus leidet unter diesem Druck und fängt bald an sich in Hogwarts unwohl zu fühlen. Das einzige, woran er sich festhält ist seine Freundschaft mit Scorpius.

Aber auch Harry Potter hat es nicht leicht. Er arbeitet inzwischen im Zaubereiministerium und ist viel beschäftigt. Außerdem leidet er unter der sich ständig verschlechternden Beziehung zu seinem Sohn Albus. Als der dunkle Lord auf einmal anfängt in Harry Träumen aufzutauchen und seine Blitznarbe wieder anfängt zu schmerzen, gibt es allen Grund dafür beunruhigt zu sein.

Wie es mir gefallen hat


Sogar nachdem ich zwei Nächte über dieses Buch geschlafen habe, bin ich mir noch nicht ganz sicher, was ich von ihm halten soll. "Das verwunschene Kind" lies mich zwiegespalten zurück und das hat mehrere Gründe.

Der Fokus bei den Charakteren lag auf Albus und dieser ist nicht gerade mein Lieblingscharakter. Er hat viele Probleme, aber anstatt sich aufzuraffen und an sich zu arbeiten, gibt er seinem Vater die Schuld für alles Elend. Der Punkt, an dem Albus beschließt etwas zu ändern und aus seinem Leben auszubrechen, wird nicht durch sein eigenes Leben herbeigeführt. Nein, er will lieber Harrys Fehler wiedergutmachen. Natürlich entwickelt sich Albus im Laufe der Geschichte auch zum Besseren. Dadurch wird er ein ganz erträglicher Protagonist.

Scorpius ist Albus' bester und einziger Freund und trotz schwerer Schicksalsschläge der beste Mensch in diesem Buch. Er erinnerte mich mit seiner streberhaften Art ein wenig an Hermine, machte aber selbst einige Witze darüber. Scorpius ist durch und durch sympathisch und lockert die Geschichte dadurch auf.

Harry macht einen Spagat dazwischen, Albus ein guter Vater zu sein, und ihn gleichzeitig zu beschützen. Dabei verhält er sich teilweise sehr verständnisvoll, teilweise aber auch richtig gemein. Er war in diesem Buch launisch und nervte mich dadurch hin und wieder. Ginny war meistens verständnisvoll, blieb aber hinter ihrer liebenden Ehefrau- und Mutterrolle etwas farblos. Ron und Hermine erfüllten ihr Klischee als Workaholic-Zaubereiministerin und Scherzartikelinhaber mit komischen Witzen.

Die Geschichte gefiel mir ganz gut. Manche Entscheidungen konnte ich zwar nicht nachvollziehen, die Handlung wurde aber nach den einführenden Szenen richtig spannend. So manche Wendung war für mich nicht vorhersehbar und mir gefiel das Spiel der Autoren damit, was aus Harry, Ron und Hermine alles hätte werden können.

Aufgelockert hat diese Geschichte etwas Humor. Ron war immer für einen schlechten Witz zu haben aber auch Scorpius hat seinen Teil dazu beigetragen. Es gab ein paar Stellen, die ich mir richtig lustig im Theater vorstelle.

" 'Es geht das Gerücht, dass er Voldemorts Sohn ist, Albus.' Eine schreckliche, unbehagliche Stille tritt ein. 'Das ist wahrscheinlich Unsinn. Ich meine...schau mal, du hast doch eine Nase.'  "

Außerdem gibt es immer wieder Hommagen an die alten "Harry Potter"-Bücher. Dumbledore wird zitiert, das Trimagische Turnier spielt eine wichtige Rolle und es finden sich weitere Andeutungen. An diesen Stellen schlug mein Fanherz immer ein bisschen schneller.

Trotzdem hat mir die typische Atmosphäre gefehlt. Die "Harry Potter"-Bücher haben sich für mich immer durch Hogwarts ausgezeichnet: Die schwingenden Treppen, die große Halle, fliegende Kerzen, Kürbispasteten, Kamine, der Gemeinschaftsraum, Quidditch... Alle Erzählungen über Hogwarts haben ein großes Wohlfühlgefühl in mir ausgelöst. Sogar im letzten Teil, als Hogwarts teilweise zerstört wird, wird Harrys Liebe zu dieser Schule deutlich. Scorpius meidet Hogwarts dagegen und dieses Unbehagen kommt auch beim Leser an. Daher fehlte mein geliebtes, wundervolles Hogwarts in diesem Buch vollständig und wurde durch einen kalten Ort ersetzt.

Als ich dieses Buch gekauft habe, hatte ich keine hohen Erwartungen an die Geschichte oder die Figuren. Mir war klar, dass dieses Buch kein neuer "Harry Potter" für mich sein wird. Dennoch erwartete ich ein Stückchen Heimkehr nach Hogwarts, ein bisschen Atmosphäre und Behaglichkeit. Stattdessen verhielt es sich andersrum. Die Figuren waren ganz in Ordnung, die Geschichte unerwartet gut, aber die typische Hogwartsstimmung fehlte.

Daher würde ich dieses Buch mit Einschränkungen empfehlen. Natürlich kommt es nicht an die alten Werke heran, aber wer sowieso jegliche Fanfictions oder Hintergrundgeschichten auf Pottermore liest, für den ist dieses Buch sicher ein kleines Fest.



"Harry Potter und das verwunschene Kind, Teil eins und zwei" nach einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, von John Tiffany & Jack Thorne
Übersetzt von Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt | Originaltitel: "Harry Potter and the Cursed Child - Parts One and Two"
Verlag: Carlsen | Seiten: 336
ISBN: 978-3-551-55900-5

Über uns der Himmel, unter uns das Meer - Jojo Moyes


"Die einzigen Menschen, die Antworten auf alles haben, sind diejenigen, die noch nie mit wahren Fragen konfrontiert wurden." (S. 404)



Inhalt


Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte. Unter den Frauen ist auch die Krankenschwester Frances. Während die anderen zu Schicksalsgenossinnen werden, ihre Hoffnungen und Ängste miteinander teilen, bleibt sie verschlossen. Nur in Marinesoldat Henry Nicol, der jede Nacht vor ihrer Kabine Wache steht und wie sie Schreckliches erlebt hat im Krieg, findet sie einen Vertrauten. Eines Tages jedoch holt Frances ausgerechnet der Teil ihrer Vergangenheit ein, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte …
Quelle: rowohlt-Verlag

Erwartungen


Jojo Moyes' Buch "Über uns der Himmel, unter uns das Meer" begegnete ich mit gemischten Gefühlen. Einerseits gefiel mir "Ein ganzes halbes Jahr" gut, sodass ich Lust auf weitere Bücher der Autorin hatte. Andererseits fällt es mir oft schwer mich auf Titel einzulassen, von deren Autor ich bereits ein anderes Buch mit einer so speziellen Thematik gelesen habe. Dieses Buch geht aber in eine völlig andere Richtung als „Ein ganzes halbes Jahr“ es tut.

Was ich davon halte


Der Hauptstrang der Geschichte spielt im Jahr 1946, bei drei verschiedenen Frauen, die auf der HMS Victorious nach England gebracht werden sollen. Dieser Handlungsstrang ist in eine Geschichte in der Gegenwart eingebettet, die von Jennifer und ihrer Großmutter handelt. Der Teil in der heutigen Zeit nimmt nur einen kleinen Platz in der Geschichte ein, worüber ich ganz glücklich war. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere in der Gegenwart mir etwas überzogen und zu einfach gestrickt vorkamen. Die Geschichte widmet sich aber bereits nach dem Prolog den Erzählungen im Jahr 1946.

Ab diesem Zeitpunkt begann die Geschichte mir zu gefallen. Drei ganz verschiedene und vielschichtige Frauen werden auf ihrem Weg zur HMS Victorious begleitet, wo sich dann ihre Geschichten verweben. Jede der Frauen hat ihre eigenen Vorstellungen von Moral und einem guten Leben und ihre eigenen Ziele. Alle fiebern ihrem Ziel, einem neuen Leben in England entgegen. Die Fahrt entpuppt sich als schwerer als erwartet, die Frauen haben mit der rauen See, kleinen Unterkünften auf engem Raum oder der Angst vor unerwarteten schlechten Nachrichten zu kämpfen. 

Das Leben auf dem Schiff kann sich der Leser dank beiläufigen Beschreibungen und Erörterungen gut vorstellen. Man merkt, dass Jojo Moyes einiges recherchiert hat, um dieses Buch zu schreiben. Dadurch wirkt die Erzählung umso authentischer und stimmungsvoller.

Der Kern dieser Geschichte ist das Aufeinandertreffen verschiedener Vorstellungen und Vergangenheiten und die Konflikte, die sich daraus ergeben können. Margaret ist das offene und herzliche Mädchen aus dem australischen Outback, das einfach erzogen wurde und alle direkt für sich einnimmt. Als Leser kann man nicht anders, als sie zu mögen. Avice kommt dagegen aus einer wohlhabenden Familie, kümmert sich um ihr Aussehen, Kleidung und standesgemäßen Umgang. Francis macht einen zurückgezogenen und etwas geheimnisvollen aber ordentlichen Eindruck.

Im Laufe der Reise lernen die Frauen sich besser kennen, entwickeln Freundschaften oder geraten aneinander. Sie offenbaren so manches und verändern die ein oder andere Einstellung. Da jede Frau ihre eigenen Probleme hat, kommt es zu vielen Emotionen, zu Trauer, Zusammenbüchen, aber auch Liebe und Freundschaft haben ihren Platz in diesem Werk.

Insgesamt mochte ich das Personengefüge und die aneinanderprallenden Einstellungen. Oft gab es kein schwarz oder weiß und die ein oder andere Person sorgte für Überraschung. Bis zu einem bestimmten Punkt kam mir dieses Buch sehr authentisch und nachvollziehbar vor. Ungefähr zur Hälfte, kommt es aber zu einem besonderen Ereignis, dass das Gefüge erheblich verändert. Ab hier vertritt Francis eine bestimmte Ansicht, die mir nach heutigen Maßstäben gefällt, die mir aber für 1946 ziemlich modern vorkommt und der Authentizität daher etwas schadet.

Ansonsten ließ sich das Buch angenehm lesen, war zwar manchmal etwas vorhersehbar, ist aber alles in Allem ein gutes Buch über Probleme, die auftreten, wenn verschiedenste Menschen auf engem Raum miteinander auskommen müssen, über Emotionen und Akzeptanz. Dabei regt es den Leser dazu an, selbst über das Gelesene nachzudenken.

"Über uns der Himmel unter uns das Meer" von Jojo Moyes
Übersetzt von Katharina Naumann | Originaltitel: The Ship of Brides
Verlag: rowohlt | Seiten: 510
ISBN: 978-3-499-26733-8
im Bücherschiff kaufen

Der Name des Windes - Patrick Rothfuss | Königsmörder-Chronik #1


" 'Und wenn wir hier ehrlich zueinander sind, war ihr Gesicht für meinen Geschmack auch ein wenig zu schmal. Sie war keine vollkommene Schönheit, Reshi. Ich muss das wissen. Auf diesem Gebiet habe ich zahlreiche Studien angestellt.' Kvothe starrte seinen Schüler mit ernster Miene an. 'Wir sind mehr als die Summe unserer Teile, Bast' sagte er leicht tadelnd." (S. 496)

Erwartungen 


Die Königsmörder-Chronik stand schon lange auf meiner Wunschliste. Nach all den guten Meinungen, die ich dazu gehört habe, wusste ich, dass diese Reihe mir nur gefallen kann. Ein kleines bisschen Angst davor, enttäuscht zu werden, hatte ich natürlich auch, aber der Grund, warum ich erst jetzt zu diesem Buch gegriffen habe, ist ein anderer. Ich lese gerne Fantasy und bin gerade schon in einigen Reihen versunken ("Die Überlebenden", "Die Königin der Schatten", "Das Lied von Eis und Feuer"...). Noch eine Reihe anzufangen, würde für mich also bedeuten, mit den bisherigen Reihen langsamer voranzukommen. Außerdem wollte ich mir dieses Buch aufheben, quasi als Schokolade ganz hinten im Vorratsschrank für schlechte Zeiten versteckt. Als ich diesen Klopper aber zum Geburtstag bekam, lachte er mich dann doch so sehr an, dass ich mich bald in der Geschichte versenkte und sobald nicht mehr auftauchen konnte. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Inhalt 


Patrick Rothfuss schreibt die Geschichte eines geheimnisvollen Mannes namens Kvothe, der einem Chronisten seine Lebensgeschichte erzählt. Schnell wird klar, dass Kvothe früher ein großer Magier war, sich aber aus unbekannten Gründen zurückgezogen hat und in trüben Gedanken feststeckt. Die Geschichte seiner Jugend ist dafür umso lebendiger. Sie handelt von einer schönen Kindheit, die durch ein schreckliches Ereignis zerstört wurde, von Trauer, Armut, Liebe und Wissbegierigkeit.

Schreibstil 


In den meisten meiner Rezensionen widme ich mich der Sprache des Autors wenn überhaupt nur in ein bis zwei Sätzen. Patrick Rothfuss' Schreibstil verdient aber mehr. Kvothe ist bei den Ruh aufgewachsen, einem fahrenden Volk, dass es versteht, Geschichten zu erzählen. Im Laufe des Buches wurde mir klar, wie gut Rothfuss diese selbst gesetzte Vorgabe gemeistert hat. 

"Der Name des Windes" ist voller bildlicher Erklärungen, wie sie besser nicht sein könnten. Abgedroschene Worte finden sich dagegen nie. Rothfuss spielt mit der Sprache und gibt ihr neue Bedeutungen, was sich unheimlich schön lesen lässt und gleichzeitig die Stimmung im Buch auf den Leser überträgt. Mir ist es schon lange nicht mehr passiert, dass ich so versunken in ein Buch war. Hier werden Gefühle, wie Behaglichkeit, Angst, oder Liebe so emotional beschrieben, dass mir tatsächlich auch mal Tränen kamen. 

"Ich könnte sage: Ich bekam weiche Knie. Oder dass es mir den Atem verschlug. Aber das wäre nicht die Wahrheit. Mein Herz pochte mir nicht bis zum Hals, und es blieb auch nicht stehen, und es setzte auch nicht einen Schlag aus. Das sind so die Dinge, die in Geschichten immer behauptet werden. Törichter Unfug. Übertreibungen. Schund. Aber..." (S. 501)

Beispielhaft für Rothfuss' bildhafte Sprache möchte ich auf den Prolog eingehen. Er ist mit "Eine dreistimmige Stille" überschrieben und der Name ist Programm. Es werden die drei Arten von Stille beschrieben, die in dem Wirtshaus herrschen: die erste offensichtlichste, umfassende Stille - die simple Tatsache, dass keine Geräusche vernehmlich sind -, die zweite Stille - sie wird durch zwei Männer erzeugt, die im Haus sitzen und vermeiden ernste Gespräche anzuschneiden und damit der Stille etwas Mürrisches geben - und die dritte Stille, von der ihr selbst lesen müsst. Alleine dieser Prolog auf 1 1/2 Seiten erzeugt dabei mit dem Wortspiel der tieferen Bedeutung der Stille, so viel Stimmung, dass ich bereits hier von dem Buch überzeugt war. 

"Mit Worten über Worte sprechen zu wollen, das ist, als würde man versuchen, mit einem Bleistift eben diesen Bleistift zu zeichnen, und zwar auf dem Bleistift selbst." (S. 801) 

Eindruck 


Wie man vielleicht schon gemerkt hat, hat dieses Buch mich in jeder Hinsicht mitgenommen. 

Ich mochte die Charaktere. Kvothe selbst ist überdurchschnittlich intelligent, gleichzeitig zeichnet ihn seine Vergangenheit, sodass er auch vor Missetaten nicht zurückschreckt. Er ist Licht und Schatten, fürsorglich und draufgängerisch und dabei immer sympathisch. Er hat einen großen Wissensdurst und lernt viel neues. Mich persönlich hat diese Eigenschaft auch selbst motiviert. Die anderen Charaktere sind alle einzigartig und liebevoll entworfen. Es gab keine Person, die ich mir nicht vorstellen konnte.

Von Rothfuss' Sprache habe ich bereits genug geschwärmt, dennoch möchte ich noch mal kurz darauf eingehen, wie stark er dabei Gefühle erzeugen kann. Kvothes Eltern werden zum Beispiel mit ihren Eigenschaften und ihrem Können beschrieben, sodass man sich auch dadurch ein Bild von ihnen machen kann. Definiert werden sie aber durch ihre Liebe zueinander. Das wird für den Leser in kleinen beiläufigen Neckereien oder Kvothes Gedanken sichtbar. Es gibt kaum ein Buch, in dem Liebe so schön beschrieben wird, wie hier die sich liebenden Eltern. Auf der anderen Seite schafft Rothfuss es den Leser Kvothes Feinde fürchten und hassen zu lassen, Hunger und Kälte zu transferieren. Dieses Buch lässt einen so schnell nicht mehr los. 

Kommen wir zum Kern, zur Geschichte an sich. Kvothe streut immer wieder Andeutungen, sodass der Leser daher schon weiß, in welche Richtung die Handlung sich entwickeln wird. Dennoch war ich von den Auf und Abs aus Kvothes Leben fasziniert. Es passierten oft Dinge, die mich überraschen konnten und trotz der über 800 Seiten gab es keine Durststrecken. Die Erzählung blieb spannend und es gab keine Stelle, an der ich das Buch freiwillig, ohne weiterlesen zu wollen, aus der Hand gegeben habe.

Fazit 


Dieses Buch war für mich bisher das beste, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich werde so schnell, wie möglich zum zweiten Band greifen und kann "Der Name des Windes" jedem Fantasyliebhaber nur ans Herz legen.


"Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss
Übersetzt von Jochen Schwarzer | Originaltitel: The Name of the Wind
Verlag: Klett-Cotta | Seiten: 864
Reihe: Königsmörder-Chronik Band 1
ISBN: 978-3-608-93815-9
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Was bisher geschah & wie es weiter geht | Gewinnspiel


Hallo und herzlich willkommen zurück, zu meinem ersten richtigen Post seit vier Monaten. Die letzte Rezension liegt noch länger zurück und alles was ich inzwischen geschrieben habe waren Klausuren und Probeklausuren. Daher freue ich mich umso mehr endlich wieder Zeit für diesen Blog und Euch zu haben. Heute bekommt Ihr einen kleinen Rückblick darüber, was ich in der Zwischenzeit gemacht habe und eine Ausschau, wie es hier weitergehen soll.

Studium


Langsam aber sicher nähert sich mein Studium dem Ende. Wenn alles gut geht, wird das folgende Wintersemester meine letzte Zeit als Studentin, wenn nicht verzögert sich das Ende um ein halbes bis ein ganzes Jahr. Wie viele von Euch wissen, habe ich vor kurzem die Klausuren zu meinem ersten Staatsexamen geschrieben, weshalb ich hier auch so außer Gefecht gesetzt war. Leider kann ich nicht wirklich sagen, ob es gut oder schlecht lief und das Ergebnis lässt bis Mitte Dezember auf sich warten. Erst dann weiß ich, ob ich nochmal schreiben muss, einen Verbesserungsversuch wahrnehmen will oder mich einfach nur auf die letzte mündliche Prüfung im Januar vorbereiten muss. In der Zwischenzeit versuche ich, am Ball zu bleiben, es aber auch wieder etwas gemütlicher angehen zu lassen.


Privates


Im Moment bin ich sehr glücklich, die Prüfungen hinter mich gebracht zu haben, wieder mehr zum Lesen und Kochen zu kommen und genieße den Herbstanbruch.


Kurz nach den Klausuren war ich auf einem Kurztrip in Porto, wo man mit Ryanair sehr günstig hinkommt. Porto ist klein und wunderschön und hat mir wie auch schon Lissabon richtig gut gefallen. Wer Lust hat ein bisschen über die Stadt zu lesen, kann ja mal bei dem Reiseblog meiner Freundin Steffi vorbeischauen und sich hier und hier mehr über die bezaubernde Stadt durchlesen und vielleicht sogar Grüße von mir dalassen. 

Ich möchte euch an dieser Stelle nur ein paar Fotos aus dem wunderschönen Bücherladen Lello e Irmão zeigen, einer sehr alten Buchhandlung im Jugendstil mit neugotischer Fassade. Hier hielt sich auch Harry Potter Autorin Joanne K. Rowling auf, als sie einige Jahre in Porto wohnte, was angeblich Einfluss auf die Bücher hatte.



Anfang Oktober wird es für mich nochmals zwei Wochen in den wohlverdienten Urlaub nach Kuba gehen. Vielleicht schaffe ich es ein paar Beiträge hier vorauszuplanen, damit der Blog nicht schon wieder pausieren muss. Danach steht dann noch ein kleiner Umzug, eine Straße weiter zu meinem Freund an, wo ich es dann hoffentlich ein Bücherregal so plazieren kann, dass ich euch ein kleines Shelfie mir Tageslicht präsentieren kann. Ich denke jedenfalls schon jetzt darüber nach, wie ich meine Bücher dann sortieren soll. Wie ist euer Regal geordnet?

Gelesen


Auch, wenn das Bloggen in der letzten Zeit zu kurz kam, habe ich zwischendurch einige Bücher gelesen. Da manche der Bücher wirklich schon Monate her sind, lohnt es sich bei ihnen nicht, eine richtige Rezension zu schreiben. Daher folgen nun vier Kurzrezensionen.

1984 - George Orwell


Zum Inhalt dieses Buches muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen - 1984 ist einer der Klassiker unter den Dystopien, der das unheimliche Szenario einer Totalüberwachung durch den Staat zeichnet. Das Buch ist alles andere als ein Wohlfühlbuch. Es ist bedrückend, manchmal ein wenig abstoßend und zugleich eine Warnung davor, die eigene Freiheit nicht zu leicht einschränken zu lassen. Dieses Buch ist heute fast noch relevanter, als es bei seinem Erscheinungsdatum 1949 war. Die Charaktere sind realistisch gezeichnet und nicht überspitzt. Es lohnt sich dieses Buch selbst zu lesen, auch wenn man bereits viel davon gehört hat.

Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann


Daniel Kehlmanns Buch handelt von Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt, zweier großer deutscher Forscher, die sich auf ganz unterschiedliche Weise der Wissenschaft verschrieben haben. Gauß arbeitet am liebsten von seinem Schreibtisch aus, allein mit seinem Gehirn, während Humboldt sich durch Moskitoschwärme am Amazonas kämpft, um die Karten neu zu zeichnen. Beide Wissenschaftler denken anders als ihre Umwelt und haben teilweise mit Unverständnis zu kämpfen, werden aber auch bewundert. Der Ehrgeiz und die Intelligenz befähigen die beiden zu Großem, machen sie aber zugleich einsam. 

"Die Vermessung der Welt" ist dennoch sehr humorvoll erzählt. Das Buch hat einige lustige Stellen, an denen ich laut lachen musste. Die Charaktere kamen mir manchmal ein bisschen überzogen vor, das Gesamtgefüge und die Familienkonstellationen wirkten dafür umso stimmiger. "Die Vermessung der Welt" hat mir Spaß gemacht, mich gut unterhalten und mich neugierig auf Humboldts und Gauß' Leben gemacht.

Vergebung - Stieg Larsson (spoilerfrei)


Stieg Larssons "Vergebung" ist der dritte Teil der Millenium-Trilogie, in der die Geschichte von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist erzählt wird. Ich mag Stieg Larssons Schreibstil und seine Charakterzeichnungen. Leider hat mir dieser Band dennoch am schlechtesten gefallen. Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden gab es kein Rätsel, an dem man als Leser mitknobeln konnte. Der Schreibstil erzeugte zwar etwas Spannung, richtig fesselnde Stellen waren aber kaum vorhanden. In diesem Buch war mir Mikael Blomkvist einfach zu überlegen und alles lief zu gut. Lisbeth Salander hätte dafür ein bisschen mehr dominieren und weniger passiv sein können. Diese Kritik ist immer noch Meckern auf hohem Niveau, denn die Trilogie gefällt mir insgesamt trotzdem sehr. Schade, dass Larsson seine Reihe nicht fortführen konnte.

Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes


"Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes habe ich auf Spotify als Hörbuch gehört, kurz bevor der Film in die Kinos kam. Der Trailer erinnerte an "Ziemlich beste Freunde" nur mit Mann und Frau. Daher erwartete ich eine sanfte Schnulze mit tragischen Elementen, bekam aber eine Geschichte mit einer wichtigen Thematik, die mich gerade gegen Ende sehr zum Nachdenken gebracht hat. Der Anfang erschien mir schrill und etwas überzogen, aber sobald ich mich in der Geschichte eingefunden hatte, gefiel sie mir gut. Wen dieses Buch interessiert, sollte es sich auf jeden Fall anschauen.

Der Winterpalast - Eva Stachniak


Ja, ich habe pünktlich zum Sommeranfang ein Buch gelesen, dass "Winter" im Namen hat. Das liegt zum einen an meinem SuB, der endlich abgebaut werden muss, zum anderen daran, dass ich Lust auf einen historischen Roman hatte und dies der einzige auf meinem SuB war. "Der Winterpalast" spielt tatsächlich auch nicht nur im Winter. Das Buch ist nach dem russischen "Winterpalast" benannt, in dem die Zaren die Hälfte des Jahres verbrachten. Es handelt von einem Mädchen, dass als Weise im Gefolge der Kaiserin Elisabeth aufgenommen wird und seine Stellung am Hof durch Spionage verbessert. Der Palast und seine Bewohner sind geprägt von Intrigen, Gerüchten und Schmeicheleien. Als eines Tages das junge Mädchen einzieht, dass später Katharina die Große werden soll, freundet sich unsere Protagonistin mit dieser an und begleitet ihren Werdegang, der von den Machthungrigen des kaiserlichen Hofs ständig bedroht wird.

Das Buch handelte zwar nicht nur im Winter, erzeugte aber eine kalte Stimmung, die durch die Distanz der Protagonistin zu anderen Menschen und des mangelnden Vertrauens bestimmt wird. "Königsmund" in "Game of Thrones" ist nichts gegen die Intrigen am kaiserlichen Hof, die in diesem Buch beschrieben werden. Verschiedenste Personen versuchen auf alle erdenkliche Weise Einfluss auf die Kaiserin zu nehmen, ohne dabei selbst negativ aufzufallen und diese erhebt ihre Untertanen und lässt sie wieder fallen, wie es ihr beliebt. Die historischen Elemente lesen sich authentisch. So wird zum Beispiel oft Bezug auf rußende Kerzen und Voltaire genommen. Was mir nicht gefallen hat, ist, dass es keine männliche Figur gab, die einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Die meisten Männer wurden als dumm und naiv oder grausam dargestellt.

Insgesamt war das Buch sehr interessant. Ich empfand es als authentisch, es konnte mich aber wegen der stetigen Distanz nicht voll überzeugen. Zudem gab es einige Längen in der Geschichte.

Blog


Ich möchte diesen Blog in der nächsten Zeit wiederaufleben lassen und weiter über Bücher und ein bisschen mehr schreiben. Lesen macht mir wieder richtig Spaß und der SuB muss auch abgebaut werden. Zu ein paar Büchern, die ich in der letzten Zeit gelesen habe werde ich auch Rezensionen schreiben. Im Moment lese ich "Der Name des Windes" und darauf wir das neue "Harry Potter"-Buch folgen, zu beidem könnt ihr also in Zukunft eine Rezension erwarten.

Eigentlich wollte ich unbedingt zur Frankfurter Buchmesse, bin mir nun aber doch nicht so sicher, da ich erst ein paar Tage zuvor aus Kuba zurückkommen werde. Wer von euch hat den schon Tickets und für welchen Tag? Geht ihr zu bestimmten Aktionen für Blogger oder Lesungen oder lasst ihr alles auf euch zukommen?

Gewinnspiel


Herzlichen Glückwunsch dafür, dass du bis hierhin durchgehalten hast! Oder hast du etwa doch nur runtergescrollt? :D Auf jeden Fall kommen wir jetzt zu dem spannendsten, dem Gewinnspiel.

Ich freue mich unheimlich, dass trotz meiner langen Abwesenheit mein Blog so gut besucht war. Dass kein Follower abgesprungen ist und die Gastbeiträge so gut bei euch angekommen sind. Ein besonderer Dank gebührt meinen 7 Gastbloggern dafür, dass sie mich so lieb unterstützt haben. Daher gibt es als Dankeschön ein kleines Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es zwei Bücher:
 
Das erste Buch ist "Daringham Hall" von Kathryn Taylor. Dieses Buch ist der Auftakt zur "Daringham Hall-Trilogie", spielt in England und handelt von Liebe und einem dunklen Geheimnis. Meine Rezension findet ihr hier. Dieses Buch wurde ein mal gelesen, hat aber keine Leserillen.


Das zweite Buch, das ihr gewinnen könnt, ist "Crown of Midnight" von Sarah J. Maas. Es ist der zweite Teil der Fantasy-Reihe "Throne of Glass" mit der Kickassheldin und Assassinin Calaena Sardothien. Achtung, dieses Buch ist auf Englisch. Genaueres zum Inhalt findet ihr hier. Da ich durch Zufall das Buch zwei Mal kurz hintereinander bekommen habe (gewonnen + geschenkt), ist es noch ungelesen.



Allgemeine Teilnahmebedingungen


Das Gewinnspiel läuft ab jetzt bis zum 16. Oktober 2016. Die Gewinner werden in der darauffolgenden Woche ausgelost. Jedes Buch wird einzeln verlost. Ihr könnt an dem Gewinnspiel für beide oder nur eines der Bücher teilnehmen. Wenn jemand beide Bücher gewinnen sollte, schicke ich ihm nur eins zu, damit sich noch jemand freuen kann. 

Ihr müsst volljährig sein oder benötigt die schriftliche Einverständniserklärung zur Teilnahme und zur Mitteilung der Postanschrift Euer Erziehungsberechtigten, die Ihr mir im Falle des Gewinns einscannen und per Email zuschicken könnt. 

Ich versende nur innerhalb von Deutschland. Der Gewinn wird euch unversichert zugeschickt. Gewährleistungsansprüche sind ausgeschlossen. Der Gewinner trägt das Risiko des Untergangs auf dem Postweg. Umtausch, Barauszahlung o.ä. sind ausgeschlossen.

Besondere Teilnahmebedingungen


Schreibt mir einen Kommentar unter diesen Post, in dem ihre schreibt welches der Bücher ihr gewinnen wollt. Da dieses Gewinnspiel ein Dankeschön an meine lieben Follower sein soll, müsst ihr mir per Google Friend Connect folgen. Jeder Teilnehmer bekommt ein Los pro Buch, außer er war einer der 7 Gastblogger. Wenn jemand von euch 7 Fleißbienchen teilnehmen sollte, bekommt er als Dankeschön drei Lose pro Buch.

Viel Glück!